Pneumologie

  • Lungenfunktionstestung
  • CO-Diffusionsmessung
  • Broncholysetest
  • Peak-Flow Messungen
  • Device-Schulung zur optimalen Inhalation
  • NO-Messung
  • Inhalative unspezifische bronchiale Provokation
  • Messung der Sauerstoffsättigung
  • Blutgasanalyse
  • LTOT (Langzeitsauerstofftherapie)
  • Tuberkulosetest
  • Schlafapnoescreening
  • Spezifische Blutuntersuchungen
  • Bronchoskopie (Lungenspiegelung) im Spital
  • Rechtsherzkatheter (Pulmonaliskatheter) im Spital

 

Lungenfunktionstestung (Spirometrie)

Die  ist eine Basisuntersuchung im Rahmen der Lungenfunktionsdiagnostik.
Eine Verschlechterung der Lungenfunktion entwickelt sich oft nur langsam und schleichend. Entsprechenden Symptome, wie Atemnot und Kurzatmigkeit, werden von den Betroffenen häufig erst dann bemerkt, wenn die Lungenfunktion bereits deutlich eingeschränkt ist.  Asthma, COPD/Lungenemphysem, Herzinsuffizienz oder Lungenfibrose sind nur einige der möglichen Ursachen für eine Verschlechterung der Lungenfunktion. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine optimale Therapie und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Eine Lungenfunktionstestung sollte durchgeführt werden bei:

  • Personen mit Symptomen wie Atemnot, Husten, Auswurf
  • Personen, die an häufigen Atemwegsinfekten leiden
  • Personen mit familiärer Häufung von Lungenkrankheiten
  • Aktiven und passiven Rauchern
  • Rauchern ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich, z.B. im Rahmen der Gesundenuntersuchung
  • Personen, die vermehrt Umweltschadstoffen ausgesetzt sind

Durchführung:  Unter Anleitung atmet der Proband durch den Mund in das Mundstück eines Spirometers. Die Nase wird durch eine Nasenklemme verschlossen. Bei der Messung werden neben der ruhigen Atmung auch die maximale Exspiration und Inspiration, sowie die forcierte Atmung erfasst. Moderne Spirometriegeräte verfügen über eine computergestützte Bedienoberfläche und erlauben unmittelbar nach der Messung die Ausgabe der Untersuchungsergebnisse im Vergleich zu Referenzkollektiven.

Weiter Gründe für eine Lungenfunktionstestung:

  • Risikoabschätzung vor Operationen
  • Gesundenuntersuchung
  • Eignungsuntersuchung (z.B. Feuerwehr)
  • Sportmedizin
  • Bei einer bekannten Lungenkrankheit dient die Lungenfunktion der Verlaufs- und Therapiekontrolle.

 

CO - Diffusionsmessung

Die CO-Diffusionsmessung (Diffusionskapazität für Kohlenmonoxid) kann eine allfällige Einschränkung des Gasaustausches von den Lungenbläschen ins Blut aufdecken. Dies ist eine einfache und schnelle (1-2 Minuten) Untersuchung. Unsere Luft enthält 21% Sauerstoff, welcher zur Bereitstellung von Energie im Körper benötigt wird. Bei der Einatmung gelangt die Luft in die Lungenbläschen, wo Sauerstoff ins Blut der kleinen Lungengefäße (Kapillaren) aufgenommen und Kohlendioxid (CO2) in die Ausatemluft abgegeben wird. Bei bestimmten Lungenkrankheiten kann dieser Gasaustausch erheblich gestört sein (z.B. Lungenfibrose, Lungenemphysem, pulmonal-arterielle Hypertonie), sodass die Abweichungen der CO-Diffusionsmessung auf bestimmte Krankheiten rückschließen lassen.

 

Broncholysetest

Beim Broncholysetest wird überprüft, ob eine Überempfindlichkeit der Bronchien besteht. Da eine normale Spirometrie ein Asthma bronchiale nicht ausschließt, wird der Test insbesondere bei dieser Fragestellung durchgeführt.

 

Peak Flow Messungen

Ein Peak-Flow-Meter ist ein kleines, handliches (etwa handgroßes) Gerät aus Kunststoff, das Asthmatikern von Ärzten als Hilfsmittel rezeptiert werden kann. Es ist gut zur täglichen Überwachung des Asthma-Schweregrades einsetzbar und dient zur Selbsteinschätzung und -kontrolle. Bei modernen Geräten sind bereits Ampelzonen eingezeichnet (Prozentwerte ausgehend vom ermittelten Bestwert). Die Peak-Flow-Messung sollte anfangs zweimal täglich erfolgen und auf einem Diagramm eingezeichnet oder in einem Verlaufstagebuch dokumentiert werden. Außerdem soll in allen Atemnotsituationen gemessen werden, um die Notwendigkeit von Medikamenten-Inhalationen sofort einschätzen zu können.
Device-Schulung zur optimalen Inhalation
Devices sind keine Medikamente, sondern Inhalationshilfen. Viele Devices sind mit verschiedenen Wirkstoffen im Handel. Damit Sie "Ihr" Device leicht wiederfinden, ist jedem Device eine Liste der im Handel befindlichen Medikamente zugeodnet. Wir bitten Sie, den Beipackzettel Ihres Medikamentes sorgfältig zu lesen. Bei Fragen zu Wirkungen, Nebenwirkungen oder Risiken fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Wir erklären hiermit, dass wir kein kommerzielles Interesse an Informationen über Devices oder Medikamente haben. Wir möchten helfen, die Qualität der Therapie zu verbessern, indem wir über die richtige Handhabung der Devices informieren.

 

NO-Messung

Als nicht-invasive Methode ist die Bestimmung von exhaliertem Gas zur Messung der bronchialen Inflammation ein neueres Konzept. Im Kontext mit Asthma ist Stickstoffmonoxid in der ausgeatmeten Luft (FeNO) das am besten untersuchte Gas. Zwischen FeNO und eosinophiler Atemwegsinflammation besteht ein hoch signifikanter Zusammenhang und es gibt eine Korrelation zwischen eosinophiler Atemwegsinflammation und dem Ansprechen auf Steroide. Die Behandlung von Asthma mit inhalativen Steroiden erniedrigt die FeNO Werte mit einem dosisabhängigen Zusammenhang zwischen inhalativen Steroiden und FeNO.
Erhöhte Werte von FeNO sind nicht spezifisch für Asthma bronchiale, Studien haben gezeigt, dass der Zusammenhang zwischen FeNO Spiegel und Eosinophilie in den Atemwegen unabhängig von der klinischen Diagnose ist, es fand sich erhöhtes FeNO bei COPD und bei PatientInnen mit eosinophiler Bronchitis, die nicht die Kriterien für Asthma erfüllten. Bei atopischen PatientInnen mit allergischer Rhinitis, aber ohne Asthma, fanden sich ebenfalls erhöhte FeNO Werte, sowie bei Atopikern mit und ohne Symptomen des unteren Respirationstraktes. In anderen Studien wurde mit einer Spezifität von 90% die Diagnose Asthma gestellt. Normale FeNO Werte exkludieren die Diagnose Asthma nicht, vor allem bei Nichtatopikern, somit ersetzen FeNO Messungen nicht den bronchialen Hyperreagibilitätstest.


 

Inhalative unspezifische bronchiale Provokation

Die inhalative unspezifische bronchiale Provokation ist eine Methode zur Überprüfung einer bronchialen Hyperreagibilität (Überempfindlichkeit der Atemwege). Eine Überempfindlichkeit der Atemwege ist eines der vier Hauptkriterien eines Asthma bronchiale und somit wichtig für die Diagnose „Asthma bronchiale“.
Indikationen zur inhalativen unspezifischen Provokation:

  • Atemnot unklarer Ursache ohne Lungenfunktionsveränderungen
  • Husten unklarer Ursache
  • „inadäquate“ Atemnot unter Belastung
  • Verlaufskontrolle bei bekannter bronchialer Hyperreagibilität

 

Messung der Sauerstoffsättigung

Die Messung der Sauerstoffsättigung (Pulsoxymetrie) stellt eine Routineuntersuchung in der Untersuchung von Patienten mit Atemnot dar. Die normale arterielle Sauerstoffsättigung des gesunden Erwachsenen beträgt ca. 98%. Durch die Bestimmung der Sauerstoffsättigung kann eine respiratorische Insuffizienz diagnostiziert werden. Eine mangelnde Belüftung der Lunge kann unter anderem eine verringerte Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes zur Folge haben. Der Blutsauerstoff ist zum größten Teil an Hämoglobin gebunden. Durch die Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung im Rahmen einer Blutgasanalyse oder durch Pulsoxymetrie können nicht nur Rückschlüsse auf die Funktion der Lunge gezogen werden, sondern durch die Bestimmung der Sättigung des venösen Blutes auch die aktuelle Durchblutung, Sauerstoffaufnahme und Stoffwechselaktivität des Gewebes beurteilt werden.

 

Blutgasanalyse

Die , kurz , ist eine diagnostisches Verfahren, das es ermöglicht Aussagen über die Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid, sowie über den pH-Wert und den Säure-Basen-Haushalt zu treffen.
Die Blutgasanalyse kann aus arteriellem Vollblut mittels einer arteriellen Punktion, meist der Arteria radialis oder Arteria femoralis, oder auch aus Kapillarblut aus dem hyperämisierten Ohrläppchen durchgeführt werden.
Die Auswertung der Blutprobe erfolgt maschinell und dauert in der Regel weniger als zehn Minuten. Venöses Blut ist aufgrund des geringen Sauerstoffgehaltes für die Blutgasanalyse ungeeignet. Ihre Anwendung findet die Blutgasanalyse in der Überwachung von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen, Dyspnoe und Sauerstoffmangel. Zu diesem Formenkreis gehören Erkrankungen wie Mukoviszidose, COPD, Lungenemphysem, Lungenfibrose oder Asthma bronchiale.
Durchführung der Untersuchung: Aus dem Ohrläppchen wird mit einer Kapillare eine geringe Menge Blut entnommen. Das Testergebnis liegt nach wenigen Minuten vor.

 

LangzeitSauerstofftherapie (LTOT)

Die Sauerstoff-Langzeittherapie wird langfristig durchgeführt und soll täglich mindestens 16 Stunden angewendet werden, auch über Nacht. Eine kurze Sauerstoffzufuhr, wie beispielsweise in der Notfallmedizin oder als „Sauerstoffdusche“, kann den erwünschten therapeutischen Erfolg nicht herbeiführen. Nur bei der Sauerstoff-Langzeittherapie übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, wenn eine entsprechende Indikation vorliegt.
Der Sauerstoff wird in der Regel über eine „Nasenbrille“ (eine nicht abgedichtete Nasensonde aus Kunststoff) zugeführt, wobei die Menge individuell ermittelt ist. Der PaO2-Wert sollte mit O2-Gabe mindestens 65 mm Hg (8,7 kPa) erreichen.
Die Erstverordnung und Wiederverschreibung wird direkt in unserer Praxis erledigt und der Sauerstoff umgehend nach Hause geliefert.

 

Tuberkulosetest (Mendel-Mantoux-Test)

Beim Mendel-Mantoux-Test (MM) handelt es sich um einen intrakutanen Tuberkulintest, der in Österreich und Deutschland standardmäßig zur Identifizierung von Personen mit (latenter) Tuberkulose eingesetzt wird.
Der Test dient dazu, eine durchgemachte Tuberkulose-Erstinfektion oder eine Tuberkulose-Impfung zu beweisen. Der Test ist nicht dafür geeignet, um den Aktivitätsgrad einer bekannten Tuberkuloseerkrankung zu messen.
 Die Tuberkulose ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit 2 Milliarden Menschen mit Tuberkulose infiziert. Pro Jahr kommen etwa 8.5 Millionen Neuerkrankungen dazu. Nur 10% der Infizierten erkranken an Tuberkulose. 90% entwickeln nur einen positiven Mendel-Mantoux-Test, ohne an Tuberkulose zu erkranken (latente Tuberkulose).
Test: Eine kleine Menge Tuberkulin (0.1ml) wird in die Haut am Unterarm injiziert. Die Reaktion des Immunsystems (Entwicklung einer Hautreaktion) wird nach 72 Stunden in unserer Ordination abgelesen.

 

Schlafapnoescreening

Schnarchen und andere schlafbezogene Atemstörungen treten in der Bevölkerung genauso häufig auf wie beispielsweise Asthma und Diabetes (4% der Gesamtbevölkerung). Etwa 85-90% aller Fälle sind nicht diagnostiziert. Unerkannt können diese Störungen zu einer Vielzahl von schweren Folgeerkrankungen führen und stellen ein großes Gesundheitsrisiko für die betroffenen Personen dar. Die Untersuchung erfolgt mittels Polygraphie, die zu Hause durchgeführt wird.
Die erhobenen Daten dieser Untersuchung werden in unserer Praxis ausgewertet.
Mögliche Indikation zur Polygraphie:

  • Tagesmüdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Sekundenschlaf
  • Verdacht auf schlafbezogene Atemstörung
  • Schnarchen bei Erwachsenen und Kindern
  • Schwierig einzustellender Bluthochdruck
  • Herzinsuffizienz
  • COPD
  • Schlaganfall
  • Depression mit Schlafstörung
  • CPAP/BIPAP Kontrollen
  • Diabetes mellitus Typ II

 

Spezifische Blutuntersuchungen

Eine Blutabnahme erfolgt direkt in unserer Ordination. Bestimmte Laborparameter wie D-Dimer, Hämoglobin, BNP, etc. werden innerhalb von Minuten in unserer Praxis bestimmt. Für eine weitere ergänzende Laboranalyse werden Ihre Blutproben durch unsere MitarbeiterInnen umgehend an unseren Partner „Labor Dr. Philadelphy“ weitergeleitet.